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Diese Europäische Norm legt ein Multireferenzverfahren zum Nachweis und zur Bestimmung lipophiler Algentoxine (fettlösliche Algentoxine, die von einigen Dinoflagellaten produziert werden) in rohen Schalentieren und Schalentiererzeugnissen und gekochten Muscheln mit Flüssigchromatographie gekoppelt mit Tandem-Massenspektrometrie LC-MS/MS [1], [2], [3] fest. Dieses Verfahren wurde in einem aus drei Teilen bestehenden Ringversuch durch die Untersuchung sowohl natürlich kontaminierter Miesmuschelhomogenate als auch aufgestockter Extrakte von Miesmuscheln, Austern und Venusmuscheln validiert. Hinsichtlich weiterer Informationen siehe Anhang A. In anderen Studien wurden auch weitere Matrices untersucht [4], [5]. Die Nachweisgrenze (LOD) wurde für die Toxine der Okadasäuregruppe, Azaspirosäuren und Pectenotoxine mit 6 µg/kg Schalentierfleisch und für Yessotoxine mit 10 µg/kg Schalentierfleisch bestimmt. Die quantitative Bestimmung von Okadasäure (OA), Pectenotoxin-2 (PTX-2), Azaspirosäure-1 (AZA-1) und Yessotoxin (YTX) kann aufgrund kommerziell erhältlicher Standardsubstanzen direkt durchgeführt werden. Unter der Annahme eines gleichen Responsefaktors wird Okadasäure für die indirekte quantitative Bestimmung der beiden Dinophysistoxine Dinophysistoxin-1 (DTX-1), Dinophysistoxin-2 (DTX-2) verwendet; ebenso wird Azaspirosäure-1 (AZA-1) für die indirekte quantitative Bestimmung von Azaspirosäure-2 (AZA-2) und Azaspirosäure-3 (AZA-3) verwendet, während YTX für Homo-Yessotoxin (Homo-YTX) und 45-OH-Yessotoxin und 45-OH-homo-Yessotoxin verwendet wird, und PTX-2 für Pectenotoxin-1 (PTX-1). Als Bestimmungsgrenze (LOQ) ergab sich für die Toxine der Okadasäuregruppe, Azaspirosäuren und Pectenotoxine ein Wert von 20 µg/kg Schalentierfleisch und für Yessotoxine ein Wert von 35 µg/kg Schalentierfleisch. Mit Hilfe eines Hydrolyseschrittes [6] können auch die Ester von Okadasäure, DTX-1 und DTX-2 als freie Säuren quantitativ gemessen werden.
Reģistrācijas numurs (WIID)
35368
Darbības sfēra
Diese Europäische Norm legt ein Multireferenzverfahren zum Nachweis und zur Bestimmung lipophiler Algentoxine (fettlösliche Algentoxine, die von einigen Dinoflagellaten produziert werden) in rohen Schalentieren und Schalentiererzeugnissen und gekochten Muscheln mit Flüssigchromatographie gekoppelt mit Tandem-Massenspektrometrie LC-MS/MS [1], [2], [3] fest. Dieses Verfahren wurde in einem aus drei Teilen bestehenden Ringversuch durch die Untersuchung sowohl natürlich kontaminierter Miesmuschelhomogenate als auch aufgestockter Extrakte von Miesmuscheln, Austern und Venusmuscheln validiert. Hinsichtlich weiterer Informationen siehe Anhang A. In anderen Studien wurden auch weitere Matrices untersucht [4], [5]. Die Nachweisgrenze (LOD) wurde für die Toxine der Okadasäuregruppe, Azaspirosäuren und Pectenotoxine mit 6 µg/kg Schalentierfleisch und für Yessotoxine mit 10 µg/kg Schalentierfleisch bestimmt. Die quantitative Bestimmung von Okadasäure (OA), Pectenotoxin-2 (PTX-2), Azaspirosäure-1 (AZA-1) und Yessotoxin (YTX) kann aufgrund kommerziell erhältlicher Standardsubstanzen direkt durchgeführt werden. Unter der Annahme eines gleichen Responsefaktors wird Okadasäure für die indirekte quantitative Bestimmung der beiden Dinophysistoxine Dinophysistoxin-1 (DTX-1), Dinophysistoxin-2 (DTX-2) verwendet; ebenso wird Azaspirosäure-1 (AZA-1) für die indirekte quantitative Bestimmung von Azaspirosäure-2 (AZA-2) und Azaspirosäure-3 (AZA-3) verwendet, während YTX für Homo-Yessotoxin (Homo-YTX) und 45-OH-Yessotoxin und 45-OH-homo-Yessotoxin verwendet wird, und PTX-2 für Pectenotoxin-1 (PTX-1). Als Bestimmungsgrenze (LOQ) ergab sich für die Toxine der Okadasäuregruppe, Azaspirosäuren und Pectenotoxine ein Wert von 20 µg/kg Schalentierfleisch und für Yessotoxine ein Wert von 35 µg/kg Schalentierfleisch. Mit Hilfe eines Hydrolyseschrittes [6] können auch die Ester von Okadasäure, DTX-1 und DTX-2 als freie Säuren quantitativ gemessen werden.